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Die digitale Waschküche

Industrie:

Immobilien

Jahr:

2022 - ...

Mia Energy Steuerungssystem in einer Waschküche
Steuerungseinheit Mia Energy an der Wand

Kurzbeschreibung

Ausgangslage:

Die Waschküche im Mehrfamilienhaus wurde jahrzehntelang mit Münzeinwurf oder altmodischen Kartenlesern mit Guthaben betrieben. Für die Mieterschaft bedeutete das Bargeld, aufgeladene Karten und Waschpläne an der Wand. Für die Immobilienverwaltung bedeutete es Leerungen, Abrechnungen und Reklamationen von Hand.

Ziel:

Gesucht war eine durchgängig digitale Lösung, die:

  • Reservation und Bezahlung ohne Bargeld und ohne Waschkarte ermöglicht,
  • Waschmaschinen und Trockner aller Fabrikate anbinden kann,
  • der Verwaltung ein Portal gibt, in dem berechtigte Mieter angelegt und verwaltet werden,
  • und auch dann funktioniert, wenn in der Waschküche kein WLAN verfügbar ist.

Facts

2022

Im Einsatz seit

CH

Schweizweit im Einsatz

3

Zahlungsarten

100%

Soft- und Hardware aus einer Hand

Offline

Betrieb auch ohne WLAN

Projektschritte

Strategieentwicklung/Analyse

Am Anfang stand die Frage, wie sich Geräte unterschiedlichster Hersteller und Baujahre an ein gemeinsames System anbinden lassen. Analysiert wurden die vorhandenen Schnittstellen in den Waschküchen, die Abläufe der Immobilienverwaltungen und die Anforderungen an eine Abrechnung, die ohne Bargeld auskommt.

Hardware-Entwicklung

Es entstand eine zentrale Steuerungseinheit, die pro Waschküche installiert wird und die angeschlossenen Waschmaschinen und Trockner freigibt. Display, QR-Scanner und Gerätetaster sind so ausgelegt, dass die Bedienung ohne Anleitung verständlich bleibt — auch für Mieterinnen und Mieter, die vorher mit Münzen bezahlt haben.

Software und Portal

Parallel entstanden die Mieter-Anwendung für Reservation, Freischaltung und Bezahlung sowie das Managementportal. Dieses ist mehrstufig angelegt: Die Systemadministration betreut alle Standorte, die einzelnen Immobilienverwaltungen sehen und verwalten ausschliesslich ihre eigenen Liegenschaften und legen dort die berechtigten Mieter an.

Industrialisierung

Seit 2022 ist das System im produktiven Einsatz und wird schweizweit ausgerollt. Soft- und Hardware stammen vollständig aus einer Hand, wodurch sich neue Standorte ohne Anpassungen an den bestehenden Geräten in Betrieb nehmen lassen.

Person schaltet eine Waschmaschine per Smartphone frei

Resultat

Aus dem Münzeinwurf ist ein digitaler Dienst geworden. Die Mieterschaft reserviert ihr Zeitfenster, schaltet das Gerät per QR-Code frei und bezahlt bargeldlos — ohne Waschkarte, ohne Guthaben, ohne Gang zur Verwaltung. Die Immobilienverwaltung wiederum verwaltet ihre Liegenschaften und die berechtigten Mieter in einem Portal, statt Münzen zu zählen und Abrechnungen von Hand zu erstellen. Weil Steuerung, Anwendung und Portal aus einer Hand stammen, liessen sich Hardware und Software aufeinander abstimmen statt nachträglich zusammenzufügen. Das System ist seit 2022 im Einsatz und wächst mit jedem weiteren Standort.

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